Weitere DDR-Dopingopfer sollen Finanzhilfe erhalten – «Eile geboten»

DDR-Dopingopfer sollen weitere finanzielle Hilfen vom Staat bekommen. Das Bundeskabinett brachte am Mittwoch eine Gesetzesgrundlage für die Einrichtung eines zweiten Hilfs-Fonds auf den Weg. Betroffene sollen eine Einmalzahlung von jeweils 10 500 Euro bekommen können. Das Bundesinnenministerium erwartet, dass etwa 1000 Menschen Anspruch auf eine solche Unterstützung haben.
Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte, er sei zuversichtlich, dass das parlamentarische Verfahren bis zum Sommer abgeschlossen werde und in der zweiten Jahreshälfte Zahlungen möglich seien. «Angesichts des schweren Schicksals vieler DDR-Dopingopfer und ihres sehr schlechten Gesundheitszustandes ist Eile geboten», betonte er.
2002 hatte die Bundesregierung den ersten Hilfs-Fonds für DDR-Dopingopfer aufgelegt. 194 Menschen erhielten daraus eine finanzielle Unterstützung von jeweils rund 10 500 Euro. Allerdings seien damals nicht alle Betroffenen erfasst worden, unter anderem weil schwere Gesundheitsschäden als Folge des Dopings teilweise erst später eingetreten seien.