Weltmeister Neuseeland mit Mühe – Japan gelingt Rugby-Sensation

 
Titelverteidiger Neuseeland ist mit einem mühsamen Arbeitssieg in die Rugby-Weltmeisterschaft gestartet. Der Top-Favorit setzte sich am Sonntag im London mit 26:16 gegen Argentinien durch. Vor der Rekord-Kulisse von 89 019 Zuschauern im Wembley Stadion lagen die All Blacks zur Halbzeit mit 12:13 hinten, verhinderten aber mit einer Steigerung eine zweite Sensations-Niederlage des Turniers.
Am Vortag hatte der zweimalige Weltmeister Südafrika unerwartet mit 32:34 gegen Japan verloren. Für viele Experten ist der Sieg der Asiaten die größte Sensation in der WM-Historie seit 1987. Japans australischer Trainer Eddie Jones hatte sein Team voll auf Sieg eingestellt. Mit der letzten Aktion der Nachspielzeit drehte der gebürtige Neuseeländer Karne Hesketh durch einem Versuch (5 Punkte) beim Stand von 29:32 das Match. Zuvor hatte Jones die Chance für einen Straftritt (3 Punkte) abgelehnt, der das Remis bedeutet hätte.
Der weltweit beachtete Coup der Japaner, die zuvor nur 1991 gegen Simbabwe ein WM-Match gewonnen hatten, war die beste Werbung für das nächste WM-Turnier 2019 im eigenen Land. In den anderen Partien setzten sich die Favoriten zumeist klar durch. Nach dem 35:11-Auftaktsieg von England gegen Fidschi unterstrichen Irland (50:7 gegen Kanada), Wales (54:9 gegen Uruguay) sowie Frankreich (32:10 gegen Italien) ihre Ambitionen auf den Einzug in das Viertelfinale.