Fechter küren Tauberbischofsheimer Lammer zum Präsidenten

Der Deutsche Fechter-Bund sucht mit dem Tauberbischofsheimer Dieter Lammer den Weg aus seiner personellen und sportlichen Krise. Der bisherige Interimschef des olympischen Fachverbandes bekam vom DFeB-Hauptausschuss am Samstag einhellig das Vertrauen als neuer Präsident. Lammer ist damit Nachfolger des am 10. Januar zurückgetretenen Mannheimers Lothar Blase.
Der 55 Jahre alte Kriminalbeamte Lammer wird den Fechterbund bis zum offiziellen Verbandstag in diesem Herbst führen. «Ich stelle mich der Aufgabe, wohl wissend, dass es keine einfache ist», sagte Lammer.
Der neue Präsident will «noch so viele Athleten wiemöglich» zu den Spielen in Rio de Janeiro bringen. Zudem möchte er direkt mit dem Ende der Olympia-Qualifikation auch sportlich einen Neuaufbau einleiten und «über alles reden». Damit deutete er eine grundsätzliche Überprüfung der Leistungssport- und Trainerstrukturen im Verband an.
«Darauf müssen wir reagieren», sagte Lammer, der im DFeB-Präsidium auch für die sportlichen Belange zuständig ist, zu den immer kleiner gewordenen Erfolgen der deutschen Top-Athleten. So haben zum Beispiel die Degendamen mit Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann an der Spitze die Team-Qualifikation für Rio verpasst. Die deutschen Fechter müssen in Brasilien mit einem sehr kleinen Team rechnen.