Djokovic bezwungen! Thiem gewinnt Tennis-Kracher

Sensationell! Unser Tennis-Star Dominic Thiem steht erstmals in seiner Karriere im Viertelfinale des Masters-1000-Turniers in Monte Carlo. Der als Nummer fünf gesetzte Niederösterreicher setzte sich gegen den serbischen Ausnahmekönner Novak Djokovic in drei Sätzen mit 6:7(2), 6:2 und 6:3 durch. Der nächste Gegner des Weltranglisten-Siebenten ist wie erwartet kein Geringerer als Sandplatz-König Rafael Nadal. Die Nummer 1 der Welt setzte sich gegen Karen Chatschanow sicher mit 6:3, 6:2 durch und steuert auf seinen 11. Monte-Carlo-Titel zu.

Doch da hat Thiem, der dem zehnfachen French-Open-Sieger am Freitag im zweiten Match nach 11 Uhr (LIVE im sportkrone.at-Ticker) gegenübersteht, etwas dagegen. „Es ist die ultimative Challenge, gegen Nadal auf Sand zu spielen. Es gibt nichts Schwereres auf der Welt, aber es ist auf jeden Fall gut, dass ich ihn letztes Jahr einmal besiegen habe können“, erinnerte Thiem an seinen Viertelfinal-Sieg über den Spanier im Vorjahr in Rom. Thiem war auch der einzige Spieler überhaupt, der Nadal 2017 auf Sand hatte besiegen können. Die beiden waren sich in Barcelona und Madrid jeweils im Finale bzw. bei den French Open im Halbfinale gegenübergestanden. Diese Rivalität zwischen dem Sand-„König“ und dem -„Prinzen“ geht also in eine Fortsetzung. Jener Sieg in Rom mache sehr wohl einen Unterschied aus, wie er in das Match reingehe, sagte Thiem. Er weiß aber: „Ich muss meine beste Leistung abrufen, dann habe ich eine Chance. Wenn ich das nicht mache, dann ist er einer der Spieler, wo man als Verlierer vom Platz geht.“

Gegen Djokovic ging Thiem am Donnerstag jedenfalls nicht als Verlierer vom Platz – anders als im Auftaktspiel gegen den Russen Andrej Rublew nutzte Thiem gleich die erste Breakmöglichkeit zum 2:0. Bis zum 5:2 klappte alles wie am Schnürchen. Doch folgend verwertete Thiem weder einen Satzball zum 5:3 noch zwei zum 6:3 und Djokovic gelang das Rebreak zum 4:5, dem er einen Befreiungsaufschrei folgen ließ. Bis zum Tiebreak hatte sich Djokovic eingespielt und ließ Thiem mit 7:2 keine Chance. Im zweiten Durchgang wehrte Thiem einen Aufschlagverlust zum 0:2 ab und ging dann selbst nach einem harten Game mit Break 3:2 in Führung. Abermals musste der Österreicher eine Breakchance des Serben abwehren, mit zwei Assen stellte er auf 4:2, breakte zum 5:2 nach und servierte zum 6:2 aus. Im Entscheidungs-Satz machte Thiem bei 2:2 und 3:3 als Rückschläger einen 0:40-Rückstand noch gut, bei 3:3 kam er auch zur Breakchance und nahm dem zunehmend müder werdenden Gegenüber mit einem sehenswerten Rückhand-Longline-Winner den Aufschlag zum 4:3 ab. Mit einem neuerlichen Break zum 6:3 brachte Thiem nach 2:30 Stunden mit verwertetem zweiten Matchball das Spiel ins Trockene.