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– Deutschlands Eishockey-Nationalteam hat den vorzeitigen Viertelfinal-Einzug bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei so gut wie sicher.
– Die Auswahl von Bundestrainer Söderholm ringt in Kosice WM-Gastgeber Slowakei 3:2 (0:0, 1:2, 2:0) nieder.
– Auch Olympiasieger Russland und die Schweiz haben ihre Siegesserien fortgesetzt.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft kann bei der WM in der Slowakei für das Viertelfinale planen. Das Team um NHL-Spieler Leon Draisaitl bezwang den Gastgeber 3:2 (0:0, 1:2, 2:0) – und behauptet in der Vorrundengruppe A die Tabellenführung. Durch den Sieg ist dem Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) auch die Qualifikation für die Winterspiele 2022 in Peking kaum mehr zu nehmen.

„Ich habe in dem ganzen Spiel nichts wirklich Gutes hinbekommen. Da habe ich gedacht: Eine gute Aktion muss ich noch zustande bringen“, sagte Draisaitl: „Das waren vier überragende Mannschaftsleistungen.“ Yannic Seidenberg warnte: „Vier Siege sind schön, aber das Turnier ist noch nicht zu Ende. Nur an einem Sahnetag können wir auch die Großen schlagen.“

Torwart Philipp Grubauer fiel erneut aus

Vor 7440 fanatischen Zuschauern in der Steel Arena in Kosice erzielten der US-Collegespieler Marc Michaelis (24.), der Mannheimer Markus Eisenschmid (59.) und Draisaitl 27 Sekunden vor Schluss die Tore für das Team von Bundestrainer Toni Söderholm, der auf den angeschlagenen NHL-Torwart Philipp Grubauer verzichten musste. Im letzten Drittel schied außerdem Verteidiger Moritz Seider verletzt aus. Für die Slowaken, die die deutsche Mannschaft nicht mehr einholen können, trafen Andrej Sekera (29.) und Libor Hudacek (30.).

Zwischen den Pfosten stand für die DEB-Auswahl wieder der Düsseldorfer Mathias Niederberger, der bei den Siegen gegen Großbritannien (3:1) und Dänemark (2:1) überzeugt hatte. Auch der Iserlohner Lean Bergmann kehrte nach einem Spiel Pause ins Team zurück. In der Verteidigung ersetzte der Straubinger Benedikt Schopper den Mannheimer Denis Reul.

Nach ihrem besten WM-Start seit 1930 ist die DEB-Auswahl nur noch theoretisch von einem der ersten vier Plätze zu verdrängen, die zur Teilnahme an der K.o.-Runde berechtigen. Die letzten Gegner in der Vorrunde sind am Samstag (16.15 Uhr) Kanada, am Sonntag (16.15 Uhr) die USA und am Dienstag (12.15 Uhr/alle Sport1) Finnland.

Russland und die Schweiz siegen ebenfalls

Auch Olympiasieger Russland und die Schweiz haben ihre Siegesserien fortgesetzt. Rekordweltmeister Russland feierte gegen Aufsteiger Italien ein 10:0 (4:0, 4:0, 2:0)-Schützenfest und übernahm damit die Tabellenführung in der Gruppe B in Bratislava vor den Eidgenossen, die durch ein 4:1 (1:0, 1:0, 2:1) gegen Norwegen ebenfalls zu ihrem vierten Erfolg im vierten Spiel kamen.

Weiter auf den ersten Sieg wartet dagegen Aufsteiger Großbritannien in der deutschen Gruppe A. Nach dem 3:6 (1:1, 1:3, 1:2) gegen die USA haben die Briten weiterhin keinen einzigen Punkt auf dem Konto. Die Italiener sind auch nach vier Spielen noch torlos, kassierten bereits 30 Gegentreffer.